Kompetenzzentrum CMD · Tübingen
Wenn der Kiefer den ganzen Körper aus dem Takt bringt
Kopfschmerzen, Knacken im Kiefer, Tinnitus, Nackenverspannungen: Hinter Beschwerden, für die sich lange keine Erklärung findet, steckt häufig eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Wir suchen nicht nach dem Symptom, sondern nach seiner Ursache.
„So wenig wie möglich – so viel wie nötig.“
Was ist CMD?
Ein System, das zusammenspielen muss
Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke bilden mit der Halswirbelsäule eine funktionelle Einheit. Passen Ober- und Unterkiefer nicht zueinander, gleicht der Körper das über Muskeln und Gelenke aus – jahrelang, oft unbemerkt. Irgendwann reicht die Kompensation nicht mehr: Der Kiefer knackt, die Muskeln schmerzen, der Nacken verspannt.
Diese Fehlregulation nennt man Craniomandibuläre Dysfunktion. Sie ist keine Seltenheit – und sie ist behandelbar, wenn man ihre Ursache kennt.
Unsicher, ob es am Kiefer liegt?
Zwölf kurze Fragen zu Kiefer, Kopf, Nacken und Schlaf geben Ihnen eine erste Einschätzung – in zwei Minuten und ohne Anmeldung.
Beschwerdebilder
Wo Sie es merken
CMD zeigt sich selten dort, wo sie entsteht. Finden Sie sich in einem dieser Bilder wieder?
Kopfschmerzen & Migräne
Morgendliche Kopfschmerzen, Druck hinter den Schläfen, Migräneattacken ohne erkennbaren Auslöser.
Mehr erfahrenKiefergelenk: Knacken & Schmerz
Knacken oder Reiben beim Öffnen, Schmerzen vor dem Ohr, eingeschränkte Mundöffnung, Kieferklemme.
Mehr erfahrenZähneknirschen & Pressen
Abgeriebene Zähne, verspannte Wangenmuskeln, Abdrücke der Zähne an der Zunge, Schmerzen beim Aufwachen.
Mehr erfahrenNacken, Schultern & Haltung
Verspannungen, die keine Massage löst, Schwindel, ein Gefühl von Instabilität in der Halswirbelsäule.
Mehr erfahrenTinnitus, Ohr & Augen
Ohrgeräusche, Druck oder Völlegefühl im Ohr, Schwindel, Druck hinter den Augen ohne HNO-Befund.
Mehr erfahrenWas uns besonders macht
Funktionsdiagnostik ist bei uns kein Zusatz, sondern Kernkompetenz
Messen statt vermuten
Klinische Funktionsanalyse und computergestützte Vermessung der Kiefergelenke liefern objektive Daten – die Grundlage jeder Therapie, die mehr als Symptome behandelt.
Der Blick über den Zahn hinaus
Körperstatik, Halswirbelsäule, Becken, Zungenfunktion, Atmung und Schlaf gehören bei uns zur Untersuchung dazu. Nicht selten liegt der Schlüssel zur Kieferbeschwerde außerhalb des Mundes.
Interdisziplinär vernetzt
Wir arbeiten eng mit Physiotherapie, Osteopathie, Orthopädie, HNO und Kieferorthopädie zusammen – abgestimmt, statt nebeneinanderher.
Zeit für die Vorgeschichte
Das Erstgespräch ist ausführlich. Wer jahrelang Beschwerden hat, bringt eine Geschichte mit – und die enthält meist die entscheidenden Hinweise.
Substanzschonend
Wir beginnen mit reversiblen Maßnahmen. Nichts wird geschliffen oder dauerhaft verändert, bevor nicht klar ist, dass es die Beschwerden wirklich löst.
Erfahrung aus zwei Schwerpunkten
Aus unserer Arbeit mit verkürzten Zungenbändern kennen wir die Zusammenhänge zwischen Zungenfunktion, Atmung und Kiefergelenk besonders gut.
Ihr Weg bei uns
In vier Schritten zur Ursache
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Erster Termin: die vollständige Untersuchung
Klinische Funktionsanalyse, manuelle Strukturanalyse mit Belastungstests, myofunktionelle Untersuchung, Screening der Atemwege und Screening der Körperstatik – Halswirbelsäule und Becken – im Zusammenhang mit dem Kiefer. Bei Bedarf kommt direkt eine Bildgebung dazu, DVT oder MRT. Und Sie bekommen eine Diagnostik-Schiene mit, die das Knirschen sichtbar macht. Rund 60 Minuten.
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Zweiter Termin: Befundbesprechung & Therapieplan
Sie erfahren, was wir gefunden haben – verständlich erklärt und mit einem klaren Plan, wie es weitergeht.
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Therapie
Sie richtet sich nach dem Befund – ein Standardschema gibt es nicht. Je nachdem kommen eine Schiene in einer ihrer Varianten, myofunktionelle Therapie, Physiotherapie oder Osteopathie in Frage, einzeln oder kombiniert.
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Kontrolle & Stabilisierung
Wir kontrollieren regelmäßig und justieren nach. Ist der Befund stabil, besprechen wir, ob und wie das Ergebnis dauerhaft gesichert wird.
Ihre Behandlerin
Dr. Ina von der Gracht
Zahnärztin mit den Schwerpunkten Funktionsdiagnostik, CMD und funktionelle Zahnmedizin. In ihrer Arbeit verbindet sie Kiefergelenkbehandlung mit den Themen Atmung, Zungenfunktion und Schlaf – Bereiche, die sich in der Praxis immer wieder gegenseitig bedingen.
Dass sie so genau hinsieht, hat einen persönlichen Grund: Sie hat selbst jahrelang unter Migräne mit Aura und dauerhaften Nackenverspannungen gelitten – und ist heute beschwerdefrei.
Viele Patientinnen und Patienten haben einen langen Weg hinter sich, bevor jemand ihren Kiefer untersucht. Genau dort fangen wir an.
In der CMD-Sprechstunde behandeln außerdem Dr. Sonja Zäh und Tina Pfeffer, beide von Dr. von der Gracht persönlich in unser Untersuchungskonzept eingearbeitet.
Beschwerden abklären lassen
Eine Funktionsanalyse dauert etwa eine Stunde, ist schmerzfrei und schafft Klarheit – auch dann, wenn Sie schon viele Untersuchungen hinter sich haben.